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AssCompact 08/2021

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AssCompact 08/2021

POOLS UND DIENSTLEISTER

POOLS UND DIENSTLEISTER Digitalisierung eröffnet dem Vertrieb von Investmentfonds neue Chancen Unter neuen Vorzeichen eröffnet die Nutzung digitaler Tools im Vertrieb von Investmentfonds eine Fülle von Chancen. Unabhängige Finanzmakler sind die Gewinner dieses Wandels – mit einer neuen Generation technologischer Services und als aktives Bindeglied zwischen Produktgebern und Kunden. Bei den Produktlösungen nimmt die Standardisierung zu und führt zu einer steigenden Bedeutung von vermögensverwaltenden Ansätzen gegenüber einzelnen Fonds. Der Vertrieb von Investmentfonds befindet sich in einem fortlaufenden Veränderungsprozess. Hierfür sind mehrere Faktoren verantwortlich. Die weltweite Pandemie hat zu einschneidenden Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft geführt. Unbestritten ist, dass die Kontaktbeschränkungen die Digitalisierung als Katalysator wesentlich beschleunigt haben. Gleichzeitig ist die Bereitschaft der Kunden, im Umgang mit Finanzangelegenheiten auf digitale Hilfsmittel zurückzugreifen und online mit dem Berater zu kommunizieren, gestiegen. Pandemie führt Kunden an die neue Welt heran Kunden, die bis 2020 ausschließlich den persönlichen Face-to-Face- Kontakt zu ihrem Berater gewohnt waren, wurden mit der Online-Beratung per Videoscreen und einer regelmäßigen Nutzung von Depot- und Service-Apps an die neue Welt heran- geführt. Die Vorteile wie Bequemlichkeit und Zeitersparnis sind dabei angenommen worden. Dagegen konnte die als Digital Natives bezeichnete Kundengruppe zwischen 20 und 35 Jahren in ihren eingespielten Nutzungsgewohnheiten abgeholt und hierdurch vor einem Zugriff durch spezialisierte Finanztechnologieanbieter geschützt werden. Finanzmakler bleibt wichtig Die sogenannte Demokratisierung der Finanzmärkte mit einem scheinbar immer leichteren Zugang zu beratungsintensiven Finanzprodukten unter Umgehung eines Beraters erfährt damit eine Gegenbewegung, und dies ist auch gut so. Vielmehr bleibt der Finanzmakler als Mittler zu den Produktgebern zentraler Ansprechpartner und Vertrauensperson seines Kunden in allen Finanzangelegenheiten. Seine Rolle wird in der postpandemischen Zukunft keinesfalls beschränkt, sondern seine Sichtbarkeit im Markt über digitale Schaufenster gestärkt. Tools wie Cloudservices, Kunden-Apps und Fondsshops für das beratungsfreie Geschäft mit Haftungsausschluss strahlen auf den Makler ab und stärken seine Innovationsfähigkeit und finanztechnologische Kompetenz. Die eigenen Kunden sowohl Face-to-Face als auch digital zu verstehen und mithilfe von technologischer Unterstützung abzuholen, ohne traditionelle Kanäle zu vernachlässigen, das ist das Erfolgs rezept für den Vertrieb der Zukunft. Befreiung von Routineaufgaben Gleichzeitig sorgt die Standardisierung von vormals aufwendigen Prozessen von der Akquise über den Vertragsschluss bis hin zu laufender Betreuung für eine Befreiung von administrativen Routineaufgaben. Intelligente Service-Plattformen mit künstlicher Intelligenz und konzipiert als mitdenkende Systeme reduzieren den Aufwand des Maklers und verschaffen ihm mehr qualitative Zeit. Diese kann beispielsweise für strategische Aufgaben in der Unternehmenssteuerung genutzt werden. Eine digitale Architektur verkürzt zudem die kommunikativen Taktzeiten zwischen Makler und Kunden. Sie trägt über einen Ausbau der Bestände zu einer Umsatzerhöhung für den Makler bei. Intelligente Tools wie Messenger-Services, Push-Nachrichten und automatisierte Ansichten des finanziellen Gesamtengagements sorgen für eine höhere Informationsdichte in einer noch nie dagewesenen Qualität und erreichen den Kunden on demand unabhängig von Zeit und Ort. Sie fordern vom Berater zugleich neue Qualifikationen, etwa zu anwendungsbezogenen Fragen für die digitalen Services sowie methodisch-soziale Kompetenzen bei der Online-Gesprächsführung. Neues MSC stellt Weichen für die Zukunft FondsKonzept hat hierzu mit der neuen Version des Komplett systems Maklerservicecenter (MSC) die 102 AssCompact | August 2021

POOLS UND DIENSTLEISTER © bizvector – stock.adobe.com Weichen für die Zukunft gestellt. Unter dem Namen smartMSC wurden dabei gewohnte Anwendungen in moderne Webstandards transformiert. Diese versetzen die Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner in die Lage, ihre Aufgaben in voll digitalisierten Prozessen schneller, effizienter und intuitiver zu erledigen: • einheitliche Benutzeroberfläche im Branding des Maklers für alle Endgeräte: Desktop, Tablet und Smartphone • mitdenkendes Drag and Drop zur Dokumentenablage • automatisches Ausblenden temporär nicht benötigter Funktionen • Ausweislesefunktion mit Plausibilitätsprüfung für Dokumente und Verträge • Metasuchsystem für sämtliche Bereiche und Funktionen • synchrone Aktualisierung von MSC, FinanceCloud, Finance- App und FinanceScreen • vollautomatische Updates auf die jeweils neuesten Versionen Miteinander verzahnt und vom Makler mit strategischer Weitsicht im Rahmen seiner unternehmerischen Ziele proaktiv gesteuert, ist eine solche Architektur Dreh- und Angelpunkt eines Cross-Channel- Vertriebs und der Einstieg in eine neue Servicedimension für die Kunden. Gleichzeitig eröffnen die Bündelung der Kommunikation sowie aller vertrieblichen und marketingbezogenen Aktivitäten für Kundengruppen mit gleichen Zielen und Potenzialen dem Makler neue Optionen, über die sonst nur große Unternehmen mit spezialisierten Mitarbeitern verfügen. Standardisierung auch auf der Produktseite Diese Standardisierung des Vertriebs der Zukunft betrifft nicht nur die Service-, sondern auch die Produktseite. Beschleuniger dieser Entwicklung sind die zunehmende Regulierung und die europäische Harmonisierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Sie betreffen die Ebene des Beraters in einem klaren Trend hin zu Lösungen, die mögliche Haftungsrisiken so weit wie möglich reduzieren. Ein weiterer beschleunigender Faktor ist das Thema einer Transparenzverpflichtung bei Investmentfonds bezogen auf die sogenannten ESG-Kriterien ökologischer, sozialer und unternehmerischer Nachhaltigkeit. Die stufenweise Einführung über die europäische Offenlegungsverordnung seit dem 10.03.2021 führt zu einer vergrößerten Darstellungstiefe für den Anleger und demzufolge zu Mehraufwand für Leistungserbringer wie Produktlieferanten und Makler. Die Verfügbarkeit eines leistungsfähigen digitalen Systems wird bei einem Voranschreiten der genannten Entwicklungen für den Makler zum Wettbewerbsfaktor. Dies geschieht in einem Markt, der durch den stetigen Eintritt neuer Player wie Finanztechnologieunternehmen neu verteilt wird. Der Makler besitzt durch seinen gewachsenen Kundenstamm gegenüber den genannten Anbietern einen strategischen Vorteil. Die digitale Reise ist noch nicht zu Ende. Sie erfährt ihre Fortsetzung in gesteigerten Social-Media-Aktivitäten, die nahezu unbegrenzte Möglichkeiten bieten, den Kunden in seinen Bedürfnissen abzuholen und auch scheinbar nüchterne Finanzprodukte emotional aufzuladen. P Alexander Lehmann Vorstand Vertrieb & Marketing der FondsKonzept AG August 2021 | AssCompact 103

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