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AssCompact 10/2018

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MANAGEMENT & VERTRIEB

MANAGEMENT & VERTRIEB Kooperative Businessplattformen sind die Zukunft der Versicherer Interview mit Jens Stäcker, Vorstand der msg Versicherer sollten sich nicht auf ihre Rolle als Produktgeber beschränken, sondern sich zum Serviceanbieter weiterentwickeln. Dazu gehört es, den Kunden in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Mithilfe digitaler Plattformen wie der des Softwarehauses msg ist das möglich. Veränderte Kundenerwartungen, innovative Technologien und neue Marktteilnehmer verändern die gesamte Versicherungsbranche. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Handlungsfelder für Versicherer? „Die Erkenntnis, dass es ohne Plattformen und übergreifende Kooperationen nicht geht, hat sich branchenweit durchgesetzt und die strategische Dimension des Themas ist längst erkannt.“ Jens Stäcker Versicherer stehen vor der Herausforderung, ihre Geschäftsmodelle konsequent an den Bedürfnissen des digitalen Kunden auszurichten, der es gewohnt ist, so gut wie alles über sein Smartphone abwickeln zu können. Das bedeutet, der Schritt vom Produktanbieter zum Serviceanbieter ist für Versicherer absolut notwendig. Dazu gehört eben auch, Plattformen und Ökosysteme aufzubauen, komplexe Themen zu umfassenden Servicewelten zu orchestrieren und Kunden intuitive, nahtlose Serviceerlebnisse zu bieten. Deshalb sind die Versicherer gefordert, auch über Branchengrenzen hinauszudenken und sich die Frage zu stellen: Wo bin ich mit meinen Vertriebswegen, Produkten und IT so gut aufgestellt, um als Primäranbieter digitale Servicewelten mit aufzubauen, und wo sehe ich mich eher als Sekundäranbieter auf Plattformen branchenfremder Partner? Digitale Plattformen ist ein gutes Stichwort. Laut US- Marktforscher Gartner ist das ja der Megatrend in der Versicherungswirtschaft. Ist der Plattformgedanke aber denn aus Ihrer Sicht auch in der Insurance- Branche bereits angekommen? Absolut. Die Erkenntnis, dass es ohne Plattformen und übergreifende Kooperationen nicht geht, hat sich branchenweit durchgesetzt und die strategische Dimension des Themas ist längst erkannt. Schließlich kann ein einzelner Versicherer komplexe Servicewelten und Ökosysteme nicht alleine aufbauen. Nötig sind deshalb übergreifende Infrastrukturen, die eine einfache Anbindung von beispielsweise Partnern und branchenfremden Drittanbietern ermöglichen. Auf dieser Basis können verschiedene Markt teilnehmer kooperieren, um ihre Services auf gemeinsamen Marktplätzen anzubieten. Von der Komplexität, die sich im Verbund von fachlichen Serviceplattformen und den jeweiligen Back-Ends ergibt, sollte der Kunde im Front-End nichts mitbekommen, wenn das Service-Erlebnis intuitiv und einfach ist. Genau das macht eine gute und erfolgreiche digitale Plattform aus. Was müssen IT-Systeme von Versicherungsunternehmen denn heute leisten und wie schaffen Versicherer es, ihre IT auf diese neuen Anforderungen auch vorzubereiten? Viele Versicherer stehen vor der gleichen Herausforderung: Sie verfügen über gewachsene IT-Systeme, welche die neuen Anforderungen nicht einfach erfüllen können. Da Produktinnova - tionen heute oft über mehrere Fach - domänen wirken, müssen fachliche Prozesse schnell adaptierbar sein. Fachservices bzw. sogenannte Mikroservices sind erforderlich. Zudem erlässt der Gesetzgeber verstärkt regulatorische Vorgaben, welche die Lage weiter verkomplizieren. Um das alles in den IT-Systemen abbilden zu können, brauchen Versicherer eine zukunftsweisende IT-Strategie. Deren Entwicklung benötigt eine klare geschäftsstrategische Ausrichtung, aber auch ein hinreichendes Maß an Entschiedenheit. Folgende Fragen sollten in diesem Zusammenhang gestellt werden: W Wie lassen sich Innovationen finden, verproben und in den Markt bringen? W Mit welcher Geschwindigkeit sind Veränderungen möglich? W Was sind die führenden Themen, die es zu lösen gilt, und wie sollte man dazu die treibenden Kräfte im Unter - nehmen organisieren? 134 Oktober 2018

W Wer beobachtet den Markt – auch um entsprechende Part nerschaften aufzubauen? W Worin liegt die tatsächliche Wertschöpfung, worin das Ge schäftsmodell der Zukunft? W Welche systemtechnischen Voraussetzungen müssen ge schaffen werden? Anzeige Provinzial NordWest Maklervertrieb – ein starker Partner an Ihrer Seite Die Internetriesen machen es ja allen etablierten Branchen vor, wie es geht. Gibt es etwas, was Versicherer beim Aufbau von Plattform-Business-Modellen von den großen Playern wie Amazon lernen können? Ja, auf jeden Fall, nämlich Offenheit und Einfachheit. In der Versicherungsbranche gibt es zwar immer noch hier und da Bestrebungen, Plattformen abzugrenzen, doch das Verständnis, dass Plattformen offen sein müssen, um sich am Ende durchzusetzen, hat sich inzwischen etabliert. Auch in puncto Einfachheit sind Amazon & Co. Best Practices: Ihre Service- Dichte ist so intelligent orchestriert, dass sie Kunden optimalen Nutzen und ein intuitives Serviceerlebnis bieten. Wie unterstützt msg denn Versicherungsunternehmen dabei, Businessplattformen aufzubauen und ihre Systeme optimal und nachhaltig dafür aufzustellen? Mit unserer msg.Insurance Suite schaffen wir bei unseren Versicherungskunden die notwendigen technischen Voraussetzungen, um eine eigene digitale Plattform aufzubauen. Denn als End-to-End-Produkt baut die msg.Insurance Suite die Brücke zwischen dem Back-End (System of Records) und dem Front-End (System of Engagement). Und da eine Plattform verschiedene Akteure wie Versicherer, Drittanbieter und Kunden miteinander verbindet, haben wir noch ein weiteres architekturelles Fundament gelegt – SDA, die Service Dominierte Architektur. Diese entwickeln wir im Joint Venture SDA SE Open Industry Solutions gemeinsam mit der SIGNAL IDUNA und in Partnerschaft mit IBM Deutschland. Die SDA integriert und orchestriert fortlaufend verschiedenste Ressourcen, um im Front-End eine kundenzentrierte Lösungserstellung in Echtzeit zu ermöglichen. Dabei gewährleistet die SDA den versicherungsspezifischen Daten- und Serviceaustausch zwischen dem Back-End und den Servicekomponenten und ist somit der Schlüssel für den Aufbau von Ökosystemen auf der Basis von Businessplattformen. Warum müssen Versicherungsunternehmen jetzt gezielt an der Kundenschnittstelle aktiv werden? Und wie sollten sie es konkret angehen? Da sich das Plattformgeschäft rasant entwickelt, ist konsequentes Handeln auf Basis einer für das jeweilige Versicherungsunternehmen stimmigen Geschäftsstrategie erforderlich. Versicherer müssen sich fragen, in welcher fachlichen Ausrichtung sie Kundenerlebnisse generieren möchten. Klar ist, wer den Kunden nicht in den Fokus stellt, wird mittelfristig das Nachsehen haben. Versicherer, die jetzt nicht ins Plattformbusiness einsteigen, laufen Gefahr, sich langfristig auf die Rolle des Produktanbieters zu beschränken. W Das können Sie von uns erwarten: Kurze Wege, umfassende Entscheidungskompetenz, hohe Fachkenntnis Als persönliche Ansprechpartner stehen Ihnen unsere Direktionsbeauftragten mit langjährigen Erfahrungen gerne zur Verfügung. Persönlicher Angebotsservice für Sie als Makler Kompetente und lösungsorientierte Unterstützung während des Angebotsprozesses für Neu- und Ersatzgeschäft. Schnelle Schadenregulierung Besonders positiv beurteilen unsere Kunden die Schadenfallabwicklung. Ein Konzern – drei starke Marken

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