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AssCompact 12/2020

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FINANZEN | News Raisin

FINANZEN | News Raisin strafft die eigene Markenwelt zusammen Insolvenzzahlen in Deutschland deutlich rückläufig (ac) Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat neue Zahlen zu den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen veröffentlicht. Im August 2020 haben die deutschen Amtsgerichte 1.051 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren nach Destatis-Angaben 35% weniger als im August 2019. Die Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegelt sich somit bislang nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider. Ein Grund dafür ist aber, dass die Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen vom 01.03. bis zum 30.09.2020 ausgesetzt wurde. Zwei Drittel weniger Verbraucherinsolvenzen Noch deutlich stärker sind die Zahlen bei den Verbrauchern und ehemaligen Selbstständigen zurückgegangen. 1.818 Verbraucherinsolvenzen bedeuteten im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 65,3%. Bei den ehemals selbstständig Tätigen standen 765 Insolvenzanträge zu Buche. Das waren 52,0% weniger als im August 2019. Neues Restschuldbefreiungsverfahren seit 01.10.2000 Der deutliche Rückgang ist aber auch darauf zurückzuführen, dass die Bundesregierung die Dauer des Restschuldbefreiungsverfahrens zum 01.10.2020 von sechs auf drei Jahre reduziert hat. Viele überschuldete Privatpersonen dürften ihren Insolvenzantrag daher erst nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes gestellt haben bzw. stellen. Allerdings zeigen Destatis zufolge auch für den Oktober 2020 die vorläufigen Angaben zu den eröffneten Regelinsolvenzen eine deutliche Abnahme an Verfahren. Im Vergleich zum Oktober 2019 sank die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren um 45,8%. 2020 mussten bisher deutlich weniger Unternehmen und Verbraucher Insolvenz anmelden als im Vorjahr. Das liegt aber stark an gesetzgeberischen Sondereffekten. © marteck – stock.adobe.com (ac) Im vergangenen Jahr übernahm das Berliner FinTech Raisin drei Unter nehmen: eine Servicing-Bank (heute Raisin Bank), ein Software- Unternehmen für den US-Markteintritt (heute Raisin Technologies) sowie den Altersvorsorgespezialisten fairr.de. Die treibende Vision dahinter ist, eine weltweit einzigartige Plattform für Sparen, Investieren und Vorsorgen zu etablieren. Um dieser Idee nachzukommen, ist nun die Markenwelt gestrafft worden. Seit Mitte November können Kunden auf der WeltSparen-Website zudem mit einer einzigen Anmeldung alle Produkte des deutschen FinTechs abschließen und zentral verwalten. ETF-Robo-Advisor statt WeltInvest In Zusammenarbeit mit dem Fonds - anbieter Vanguard und DAB BNP Paribas als Depotbank ergänzen seit 2017 die WeltInvest ETF-Portfolios das Einlagengeschäft um ein Robo- Advisory-Angebot. Diese global diversifizierten Portfolios sollen bei sehr niedrigen Kosten eine Beteiligung an weltweit bis zu 10.000 Unternehmen ermöglichen. Die WeltInvest Portfolios werden in Zukunft unter der Marke Raisin Invest als ein ETF- Robo-Advisor geführt. Raisin Pension statt fairr.de Seit August 2019 gehört auch die Fairr.de GmbH zu Raisin. Das 2013 gegründete Start-up für Altersvorsorge kombiniert staatliche Förderung von Riester, Rürup und betrieblicher Altersvorsorge mit ETFs. Im Zuge der Vereinheitlichung der Raisin-Markenwelt wird aus fairr.de nun Raisin Pension und aus der Fairr.de GmbH die Raisin Pension GmbH. Auch die Produkt - namen ändern sich. So heißt fairrürup künftig „ETF Rürup“ und fairriester wird zu „ETF Riester“. 64 Dezember 2020

Mehr als 300 deutsche Banken erheben Strafzinsen (ac) Laut einer Untersuchung des Verbraucherportals Biallo rollt derzeit eine Negativzinswelle auf deutsche Sparer zu, die in den vergangenen Wochen deutlich an Dynamik gewonnen hat. Allein im Oktober haben demnach mehr als 20 Banken und Sparkassen ein sogenanntes Verwahrentgelt für private Einlagen auf dem Tagesgeldoder Girokonto eingeführt. Seit Jahresanfang sind rund 150 Geldhäuser diesem Schritt gefolgt. Insgesamt zählt das Verbraucherportal aktuell mehr als 300 Geldhäuser mit Negativzinsen auf die Einlagen der Kunden. Privatkunden nicht mehr außen vor Die Verwahrentgelte sind dabei längst nicht mehr nur auf Großkunden wie Unternehmen beschränkt. 214 Banken verlangen sie laut Biallo mittlerweile auch im Privatkundenbereich. Insgesamt erhebt etwa jedes vierte Geldhaus Negativzinsen für Tagesgeld- oder Girokonten. Bei der ersten großen Erhebung Ende Juli 2019 waren es lediglich 30 Geldhäuser, die hohe Einlagen von Privatkunden mit Negativzinsen belegten. Damit hat sich die Zahl der Banken, die solche Strafzinsen erheben, seither mehr als versiebenfacht. So viel kassieren die Banken Die Höhe des Strafzinses ist meistens identisch mit dem Einlagensatz der EZB in Höhe von Minus 0,5% pro Jahr. Eine Handvoll Banken verlangt aber auch mehr. Das Geldhaus mit dem höchsten Strafzins ist laut Biallo die Bank 1 Saar: Sie berechnet 0,75% pro Jahr für Einlagen ab 10.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonten, sofern diese ab dem 27.03.2020 eröffnet wurden. Für Konten, die bereits vor diesem Datum eröffnet wurden, erhebt die saarländische Bank einen Strafzins von 0,5% ab einer Einlagesumme von 250.000 Euro je Konto. Sparen bleibt auch in Corona-Zeiten hoch im Kurs (ac) Auch in Corona-Zeiten steht Sparen bei den Deutschen hoch im Kurs. Alle wichtigen Sparmotive verzeichnen in der Herbstumfrage 2020 zum Sparverhalten der Bundesbürger des Verbands der Privaten Bausparkassen (VdPB) gleichzeitig ein Plus – ein seltenes Ereignis. Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Kantar in der ersten Oktoberhälfte zum 70. Mal über 2.000 Bundesbürger im Alter von über 14 Jahren befragt. Konsumsparen auf der Überholspur Größter Gewinner gegenüber der Sommerumfrage ist mit einem Anstieg um 7 Prozentpunkte von 45 auf 52% das Sparmotiv „Konsum“ – verstanden als Sparen für größere Anschaffungen. Angesichts der monatelangen Zurückhaltung bei den Konsumausgaben und des coronabedingten Kauffrustes war das laut VdPB-Hauptgeschäftsführer Christian König zu erwarten. Die Kauflust dürfte dem Experten zufolge so schnell nicht zurückkehren. Und selbst wenn, dürfte nicht jeder davon profitieren, der bisher unter dem Kauffrust leidet. Fast alle Sparmotive legen zu Jeweils um 2 Prozentpunkte haben die anderen wichtigen Sparmotive zugelegt: Die „Altersvorsorge“ wurde in der Herbstumfrage von 56% genannt. In der Sommerumfrage waren es 54%. Damit hat das Sparmotiv seinen Spitzenplatz erfolgreich verteidigt. Auf dem 3. Platz steht erneut das Motiv „Wohneigentum“ mit 44% nach zuvor 42%. Bei der „Kapitalanlage“ ist der Wert von 27 auf 29% gestiegen. Ein Plus um 1 Prozentpunkt von 3 auf 4% gab es beim Sparmotiv „Ausbildung der Kinder“. Beim Sparmotiv „Notgroschen“ gab es einen Rückgang um 1 Prozentpunkt von 7 auf 6%. In der Krise setzen die deutschen Verbraucher noch stärker als bisher aufs Sparen. © Jenko Ataman – stock.adobe.com Dezember 2020 65

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